Freunde von uns haben Verwandte, die ein Ferienhaus in Schweden besitzen. Da hatten wir schon länger geplant einmal gemeinsam hinzufahren. Nun war es endlich so weit.
Die Fähre Travemünde – Trelleborg war gebucht, aber leider kam eine Krankheit dazwischen, so dass unsere Freunde nicht fahren konnten. Nun standen wir vor der Frage, fahren wir alleine?
…und wir haben es gemacht. Wir hatten die Fähre für 00:45 Uhr gebucht. Zusätzlich hatten wir die sogenannten Pullmann-Sitze geordert, die so ähnlich wie die Sitze im Flugzeug aussehen, mit denen man sich aber etwas weiter zurücklehnen kann. Die Ankunft sollte morgens um 09:30 Uhr sein. Wir hofften also ausgeruht in Schweden anzukommen um dann gleich weiter zum Zielort zu fahren.

Da man nie weiß wie der Verkehr ist, sind wir bereits mittags aufgebrochen und waren natürlich viel zu früh in Travemünde. Am Fährhafen herrschte das totale Chaos. Hunderte LKW standen kreuz und quer, da war kein Konzept zu erkennen. Parkmöglichkeiten für PKW gab es gar nicht. So sind wir auf einem Seitensträßchen in ein Industriegebiet gefahren und haben die restliche Zeit dann mit einem Nickerchen überbrückt. Als man endlich durch die Schranke konnte und sein Ticket erhielt, musste man trotzdem noch über eine Stunde warten, bis man aufs Schiff konnte. Unglaublich wieviele LKW auf solch eine Fähre passen.

Auf dem Schiff haben wir noch ein Häppchen im Restaurant gegessen und dann den abgedunkelten Raum mit den Pullmann-Sitzen aufgesucht. In dem Raum mit ca. 50 Sitzen waren nur 3 oder 4 andere Leute, die sich dann aber auf den Boden in eine dunkle Ecke verkrochen haben, um dort zu schlafen. Ich habe zwar etwas geschlafen, bin aber dauernd wachgeworden weil man im sitzen doch nicht so gut schlafen kann. Meine Frau hat es sich dann auch irgendwann auf dem Boden bequem gemacht.

Am nächsten Morgen in Trelleborg angekommen, hatten wir noch über 900 km zu fahren, wofür wir über 10 Stunden gebraucht haben. In Schweden darf man auf Autobahnen nur 110 km/h schnell fahren.
Es gibt nur ganz wenige Abschnitte in denen 120 km/h erlaubt ist. Außerdem gibt es, je weiter man in den Norden kommt, für die Autobahnen nur 3 Spuren für beide Fahrtrichtungen. Es wird dann alle paar Kilometer gewechselt. Einmal hat die eigene Fahrtrichtung, einmal die Gegenrichtung 2 Spuren. Das fahren ist in Schweden also sehr entspannt. Nachteil, man braucht entsprechend länger.

Das Ferienhaus befindet sich übrigens in der Provinz Hälsingland, etwa 300 km nördlich von Stockholm, zwischen den Orten Söderhamn und Hudiksval. Beide Orte sind ungefähr 30 km vom Ferienhaus entfernt.
Also außer Natur ist da nix….das aber reichlich. :D Es handelt sich um eine Ferienhaussiedlung mitten im Wald, direkt am Bottnischen Meerbusen. Außerdem gibt es in der Gegend zahlreiche Seen und an der Küste Schären. Wäre das Wetter besser gewesen, hätte man es sicher länger aushalten können. Aber bei Temperaturen von teilweise unter 10 Grad und häufigen Schauern macht es irgendwie keinen Spaß, sich in der Natur aufzuhalten. Im Haus wollten wir auch nicht dauernd bleiben, da ist es sicher zu Hause bequemer. Eine Woche haben wir es aber ausgehalten und haben auch ein bißchen was gesehen.

Davon möchte ich einige Bilder zeigen.

Friends of ours have relatives who own a holiday home in Sweden. We had planned to go there together for a long time. Finally the time has come. The ferry Travemünde – Trelleborg was booked, but unfortunately an illness intervened so that our friends could not go. Now we were faced with the question, are we going alone? … and we did it. We booked the ferry for 12:45 a.m. In addition, we ordered the so-called Pullmann seats, which look similar to the seats on the plane, but with which you can lean back a little further. The arrival should be at 09:30 in the morning. So we hoped to arrive in Sweden rested and then continue to our destination. Since you never know what the traffic is like, we started at noon and of course we were much too early in Travemünde. There was total chaos at the ferry terminal. Hundreds of trucks were standing all over the place, there was no recognizable concept. There was no parking space for cars. So we drove on a side street into an industrial area and then bridged the rest of the time with a nap. When you finally got through the barrier and got your ticket, you still had to wait over an hour before you could get on the ship. It’s unbelievable how many trucks can fit on such a ferry.

On the ship we had a snack in the restaurant and then went to the darkened room with the Pullmann seats. In the room with about 50 seats there were only 3 or 4 other people, who then crawled on the floor in a dark corner to sleep there. I did sleep a little, but I woke up all the time because you can’t sleep so well sitting down. My wife made herself comfortable on the floor at some point. When we arrived in Trelleborg the next morning, we still had over 900 km to drive, which took us over 10 hours. In Sweden you can only drive 110 km / h on motorways. There are only a few sections where 120 km / h is allowed. In addition, the further north you go, there are only 3 lanes for both directions on the freeway. It is then changed every few kilometers. Once the own direction of travel, once the opposite direction has 2 lanes. So driving in Sweden is very relaxed. Disadvantage, it takes longer.

By the way, the holiday home is located in the province of Hälsingland, about 300 km north of Stockholm, between the towns of Söderhamn and Hudiksval. Both places are about 30 km from the holiday home. So apart from nature there is nothing … but plenty. It is a holiday home area in the middle of the forest, directly on the Gulf of Bothnia. There are also numerous lakes in the area and skerries along the coast. If the weather had been better, it would certainly have been able to last longer. But with temperatures sometimes below 10 degrees and frequent showers, it is somehow not fun to be in nature. We didn’t want to stay in the house all the time either, because it’s more comfortable at home. But we held out for a week and saw a little something. I would like to show you some pictures.


Das ist das Ferienhaus.  This is the vacation home.


Vor dem Haus, wie auch überall in auf unserer Route durch Schweden, gab es Unmengen von blühenden Lupinen. So viele habe ich noch nie gesehen.

In front of the house, as everywhere on our route through Sweden, there were tons of blooming lupins. I’ve never seen so many.


So sieht die Gegend aus. This is what the area looks like.

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